Zuerst ein mal muss ich meine Aussage bzgl. der Freundlichkeit der Thailänder relativieren...unfreundlich sind sie eigentlich nur in Bangkok. Die Barbesitzer in Ao Nang haben uns mit Handschlag verabschiedet und in einer Bar, in der wir am ersten und letzten Abend waren auch mit Handschlag begrüßt. Nun zu meiner Zeit hier in Ao Nang, Bangkok und Jakarta, mein letzter Blogeintrag bevor es zurück nach Deutschland geht.
Ao Nang
Für mich die schönste Stadt, die ich hier in Thailand gesehen habe. Die ganze Strandpromenade super schön angelegt, wodurch richtiger Karibik-Flair aufkam.
Nachdem wir im Hotel eingecheckt waren, haben wir uns gleich Roller gemietet und sind zum Noppattara Strand gefahren.
Weißer Sand, strahlend blauer Himmel. Der Unterschied zu Bali: weißer Sand. Und grünes Wasser, während des Wasser auf Bali eher bläulich war.
Das war dann auch schon der erste Tag. Abends ging es in eine Shisha-Bar (Cairo-Nights). Cloud Stones Shisha. Sieht super geil aus und hat auch richtig gut geschmeckt.
Am nächsten Tag machten wir dann einen Ausflug zu einem anderen Strand - Railay Beach.
Kein weißer Sand mehr, aber wir haben das beste draus gemacht. Haben uns für 2 Stunden Kanus gemietet und sind damit zu einer anderen Insel gepaddelt.
Dort haben wir dann gechillt und ich bin noch zu einer anderen Insel geschwommen, anstrengender als ich dachte.
Am nächsten Tag haben wir eigentlich nichts gemacht. Nachdem das Wetter zu schlecht für den Strand war, haben wir tagsüber am Pool gechillt und sind abends nach Krabi-Town auf den Night Market gefahren. Ein Bild am Strand konnte ich Spielkind mir trotzdem nicht verkneifen.
Ja, über das Bild wurde ein Filter gelegt. Nein, das war nicht ich.
Um Punkt 18 Uhr schallte auf einmal - vermute ich - die Nationalhymne Thailands oder irgendetwas zu Ehren des Königs. Alle standen auf und blieben für knapp 2 Minuten regungslos stehen.
Die nehmen das hier wortwörtlich. Nette Geschichte.
So viel zu Ao Nang. Ich gebe weiter nach Bangkok.
Bangkok (zum zweiten)
Der erste Tag in Bangkok war...naja...uncool. Sind zuerst zur Anprobe unserer Anzüge gefahren. Kleine Veränderungen. Passen. Über die Jeans für die Mädels möchte ich hier kein Wort verlieren. Grottenhässlich.
Anschließend wollten wir zum Großen Palast, dem ehemaligen Königstempel. Dort angekommen, ergab sich folgendes Bild:
Viel zu viele Chinesen mit Sonnenschirmen. Die Sonne schien nicht. Ich hab ja nichts gegen Chinesen, aber die China-Touris sind einfach ein Fall für sich. Wie dem auch sei, hatten kurze Hosen an, deshalb kein Eintritt zum Tempel. Sind dann in den Nationalpark wenige Meter weiter gegangen, wo super viel los war. Von einem Security erfuhren wir dann auch, dass der Geburtstag des Prinzen gefeiert wurde. Der Security sagte bewusst nicht "Geburtstag des Prinzen", sondern "Geburtstag meines Prinzen".
Dort war auf jeden Fall so lange einiges los, bis ein gut zweistündiger Regenschauer einsetzte, der uns dazu veranlasste, zurück zu unserem Hotel zu fahren. Im Kanal vor unserem Hotel dann folgendes:
"Ey Yannik, da is ne Schlange im Kanal". "Das kann keine Schlange sein, das hat Flügel oder sowas."
Sind aus dem Hotel gerannt, in die Richtung einer Brücke wenige Meter weiter, auf der uns schon ein Deutscher empfing. "Sucht's den Waran? Der ist da unter der Treppe. So einen großen hab i noch net g'sehn."
Der war bestimmt - lasst mich nicht lügen - mindestens 8 Meter lang. Meines Erachtens nach war es bestimmt auch der gleiche Waran, der sich Wochen zuvor in der Dony-Villa rumtrieb...ziemlich schnell nach Bangkok gekommen, der gute. Aber die Beschreibung passte genau. Da sucht man 4 Monate erfolglos auf Bali nach nem fucking Waran und findet den am dritten Tag in Bangkok. Verrückte Welt.
Abends hat es uns dann noch nach Chinatown verschlagen. Wir waren zu früh da. Noch nichts los.
Sind dann so lange da rumgelaufen, bis die Sonne unterging und es zumindest so aussah, als sei etwas los gewesen.
Kurz danach sind wir wieder zurück gefahren, ein mal über die Khao San Road. Genug für heute, morgen ist auch noch ein Tag.
Und was für einer. Wecker auf 6.30. Im Urlaub. Wer denkt sich denn sowas aus?! Wurden um 7 Uhr abgeholt. Planmäßig. Tatsächlich war es dann 7.15. Danach dann zu einem Treffpunkt gefahren. Gewartet. Planung und Organisation ist nicht so die Stärke der hiesigen Organisatoren. Nachdem wir dann endlich in verschiedene Busse aufgeteilt wurden, wurden wir zu dem Damnoen Saduak Floating Market kutschiert.
Nicht schlecht. Gekauft haben wir trotzdem nichts, vollkommen überteuert. Trotzdem ne Erfahrung wert gewesen, war ganz witzig. Ging auch nur nen halben Tag, sodass wir danach noch Zeit hatten...um haargenau nichts zu machen. Also quasi nichts. Sind ins MBK Shopping Center gefahren. Grober Fehler von Abdi und mir, mit zwei shopping-verrückten und vor allem schminksüchtigen Frauen dahin zu fahren. Ich habe mir nur bei Burger King etwas gekauft. Sagt alles. Naja, zumindest anschließend die maßgeschneiderten Anzüge abgeholt. Zuhause angekommen kurz Google angeschmissen. Bombay Blues. Shisha Bar. 850 Meter vom Hotel entfernt. Hin. Shisha bestellt, geraucht, bagus, Abend gerettet.
Der letzte Tag in Bangkok, der letzte Tag in Thailand. Straffes Programm.
Erster Stop: Der goldene Palast. Zweiter Versuch.
Über die Chinesen hab ich ja bereits ein Wort verloren. Jetzt gehts weiter. Nervig diese Sonnenschirme! Dieses mal schien zumindest die Sonne. Das Highlight war dann, als eine Frau ihr Kind an einer Leine führte. Wie einen Hund. Kaum zu glauben.
Auf jeden Fall wurde uns auch dieses mal der Eintritt verwährt, Meike hatte eine Leggins an - zu sexy.
Zweiter Stop: ein Tempel. Mal was anderes. Der Wat Pho.
Etwas überlaufen...von Chinesen. Wen wundert's. Ich habe generell das Gefühl, dass ich seit meiner Auslandssemester in Frankreich von Chinesen verfolgt werde. Irgendjemand hat mir da n Sender oder sowas eingepflanzt.
Zurück zum Tempel. Schön gewesen.
Aus dem Tempel raus, empfohl uns ein Security einfach die Straße entlang zu gehen zu einem großen Flower Market. Wow! So schön!! Ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus, so coole Blumen.
Weiter ging es zurück zum Hotel. Auf dem Weg noch in die Shishabar - geschlossen. Ersatz-Shishabar - nur Apfeltabak. Nein, danke. Also noch mal über die Khao San, bisschen Shopping, restliches Geld ausgeben. Mit Erfolg!! Danach Taxi zum Flughafen.
So. Freitag ist hier Feiertag - Buddhaday. Heute kehren wohl alle zurück. So volle Straßen habe ich noch nie gesehen. Die Strecke zum Flughafen dauert eigentlich 30 Minuten. Hat 1,5 Stunden gedauert. Für 7 €. Kann man nicht meckern. Auf dem Weg hat uns der Fahrer gefühlte 15 mal erklärt, dass grade traffic jam sei. Näääää, echt jetzt?? Erzähl doch nicht. Egal, sind angekommen und warten jetzt auf unseren Flieger nach Jakarta. Dort werden wir von einem Fahrer unseres Hotels abgeholt. Kostenlos. Nach dem Auschecken morgen können wir unser Gepäck dort lassen. Kostenlos. Abends werden wir dann von dort wieder zum Flughafen gefahren. Kostenlos. Traumhaft:)
Jakarta
Indonesiens Hauptstadt. Und Hauptstadt der geisteskranken Taxifahrer. Haben auf Bali ja schon viel erlebt, aber die Taxifahrer hier sind vollkommen verrückt. Früher bei Need for Speed gab es ja die Drag-Rennen, wo man immer im richtigen Moment schalten musste und dann in vollem Tempo so krass die Spuren gewechselt hat. 1 zu 1. Dabei hat er dann noch mit dem Kopf zur Musik (Taylor Swift - Bad Blood) gewippt und hatte das Lachen eines verrückten Bösewichts aus nem schlechten Trash-Gangster-Film. Während er Vollgas gab, zeigte er auf Taxifahrer, die auf der anderen Bahn im Stau standen und lachte sie aus. Ich habe irgendwann die Augen geschlossen, wollte meinem sicheren Tod nicht weiter in die Augen schauen, sondern mich lieber überraschen lassen. Wie ihr seht, habe ich überlebt.
Nun zur Stadt Jakarta. Muss meine Aussage bzgl. des Verkehrs in Bangkok etwas revidieren. Der Verkehr in Jakarta ist noch mal ne Nummer krasser. Von unserem Hotel in die Innenstadt (eigentlich 30 Minuten) haben wir um 10.30 morgens 2 Stunden gebraucht.
Die Gegend rund um das Monumen Nasional ist einfach nur beeindruckend. Lauter Hochhäuser mit teuren Hotels, teuren Läden, Büros großer Firmen. Massiv.
Kurz danach fanden wir einen kleinen Essensmarkt...
...und landeten auf der anderen Seite des Marktes.
So einen krassen Kontrast hab ich selten gesehen. Auf der einen Seite Palmen, Hochhäuser, Luxusläden. Auf der anderen Seite kleine einheimische Läden und wir die einzigen Touris.
Den Rest des Tages haben wir in einem riesigen Shopping-Komplex verbracht. Und mit riesig meine ich riesig-riesig. Von H&M und Zara über Cotton On oder Coconut Island bis hin zu Gucci, Armani und Hugo Boss alles vorhanden. Sind wir ordentlich auf Shopping-Jagd gegangen. Ich habe mir dabei eine Packung Tim-Tam gekauft. Und ein McFlurry Oreo. Genug Geld ausgegeben. Das Hyatt, Pullman und das Kempinski Hotel haben wir uns auch mal angeschaut, aber nicht unser Geschmack.
Auffällig auf jeden Fall wieder die Freundlichkeit der Menschen. Jeder Security oder Polizist, jede Zivilperson fragt uns ob sie uns helfen können, immer ein Lächeln im Gesicht und super hilfsbereit. Das wird mir in Deutschland auf jeden Fall fehlen.
Mehr habe ich ehrlich gesagt nicht zu erzählen. Zusammenfassend lässt sich über die 4 Monate sagen: sie waren wunderbar. Coole Leute kennen gelernt, viel erlebt, viel gesehen. Außerdem bin ich in den 4 Monaten ohne Rollerunfall geblieben und auch gesundheitliche Probleme hatte ich nicht. Ich wiederhole: ich bin ohne Rollerunfall geblieben. Abdi, Frank, Fabian: ich bin ohne Rollerunfall geblieben. Soha: ich bin ohne Rollerunfall geblieben. Ich könnte noch weiter machen, mache ich aber nicht. Dafür klopfe ich mir grade selbst auf die Schulter. Bagus. Chapeau. Danke. Auch das werde ich vermissen. Das Rollerfahren. Polizei mit 3,50 € bestechen. Hupend mit dem Roller über den Bürgersteig fahren, und die Fußgänger machen auch noch Platz. In einer Kolonne zum Strand fahren und einfach entspannen und abschalten. Mal eben zum Warung und für 1,80 € ne Mahlzeit essen, die geil ist und satt macht.
Von daher stoße ich jetzt symbolisch mit euch an! Auf ein baldiges Wiedersehen mit einigen meiner Kommilitonen. In Köln gibt es einen Warung. Indonesisches Essen. Wir werden uns wiedersehen, egal ob auf Cap Cay, Nasi Goreng oder Satay Ayam. Macht's gut und bis bald :)
YanniBaguuus went Bali. Over and Out.
























































